Aufwühlende Erlebnisse liegen hinter uns
Liebe Unterstützer:innen, die erste Einsatzcrew ist nun zurück in unserem Heimathafen auf Licata angekommen. Hinter den sechs Aktivist:innen liegen zwei aufwühlende Erlebnisse, die es unterstreichen, dass wir im Mittelmeer gebraucht werden. Am 12. März erreichte uns ein erster Notruf und wir machten uns sofort auf die Suche nach dem Schiff in Seenot. Am folgenden Tag konnte die Crew der TROTAMAR III dann etwa 100 Menschen auf einem seeuntüchtigen, völlig überladenen Boot durch die Ausgabe von Rettungswesten stabilisieren. Nach wenigen Stunden erreichte das zivile Rettungsschiff OCEAN VIKING der NGO SOS Méditerranée den Ort und nahm die Menschen an Bord.

Nur einen Tag später fand hat die Crew der TROTAMAR III erneut ein Boot in Seenot, welches mit vielen Menschen an Bord manövrierunfähig im Mittelmeer trieb. Umgehend wurden zur Stabilisierung der Situation Rettungwesten ausgegeben. Es handelte sich um ein Schlauchboot mit mehr als 50 Menschen, darunter 4 Kleinkinder, an Bord. Über Stunden gaben wir Notrufe an die zuständigen Behörden ab und forderten deren Rettung – ohne eine hilfreiche Reaktion. Es wurde dunkel, die Situation blieb unklar. Am späten Abend tauchte dann plötzlich ein Schiff der italienischen Küstenwache auf und nahm die Menschen an Bord.

Dieser erste Einsatz von insgesamt neun geplanten in diesem Jahr nimmt nun sein Ende. Die Crew konnte zahlreichen Geflüchteten auf zwei Booten in Seenot trotz unserer beschränkten Möglichkeiten Hilfe leisten. Wir danken sehr für all den Support, den wir in den letzten Wochen bekommen haben.
In knapp zwei Wochen wird die TROTAMAR III wieder auslaufen, um die zivile Seenotrettung im Mittelmeer zu unterstützen. Wir segeln für eine Bewegungsfreiheit für alle, gegen die Festung Europa. Unsere Einsätze werden aus Spenden finanziert. Jeder Einsatz kostet uns etwa 12.000 Euro.
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