Das Training beginnt
Die Crew für den ersten Einsatz ist nun komplett. Im Hafenbecken von Licata beginnen heute die Trainings mit dem Beiboot, Rettungssituationen werden simuliert.
Die Ausräumarbeiten auf dem Schiff gingen in den letzten Tagen munter weiter, gestern führte eine kleine Materialkaravane von der Marina in Licata zu unserer Wohnung oberhalb des Hafens. Unser Schiff ist zwar geräumig, trotzdem haben wir ein Haus gemietet, wo die Crew an Land untergebracht ist – und wo es vor allem für die wichtigen Vor- und Nachbereitungsgespräche genügend Ruhe, Platz und Rückzugsmöglichkeiten gibt.
Unsere Einsatzcrew ist ein erstes Mal ausgelaufen, um Rettungssituationen auf dem offenen Meer vor Licata zu trainieren. Dazu gehören nicht nur das Fahren mit dem Beiboot bei Wellengang, besonders geübt wurde die Übernahme von Personen auf das Schiff. Dafür wurde extra eine Plattform am Heck der TROTAMAR III installiert, was den Umstieg deutlich einfacher – und damit sicherer macht.
Wir sind aufgeregt und gespannt. Wir haben auf diesen Moment, zum ersten Mal ausgestattet mit zahlreichem Rettungsmaterialien mit Ziel Lampedusa auszulaufen, seit Anfang des Jahres unter Hockdruck hingearbeitet. Das Schiff wird sich beweisen. Wir als Crew werden uns beweisen. Die Situationen, in die wir segeln, sind ungewiss. Es geht immer wieder um Leben und Tod. Wir bereiten und so gut wie es möglich ist und mit Unterstützung von zahlreichen Fachleuten auf alle möglichen und unmöglichen Szenarien vor.
Wir danken allen Unterstützer:innen für diese wertvolle Arbeit bis hierher. Jede:r von euch segelt ein bisschen mit uns. Denn nur gemeinsam werden wir es schaffen, die Reise der Geflüchteten in ein besserer Leben ein wenig sicherer zu machen.
Solidarität!











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