Segeln gegen die Festung Europa

Das Wendland schickt ein Schiff!

Trotamar III – 60 Menschen an Bord

Über Funk hat die Crew der Trotamar III gestern einen Seenotruf für ein Boot in der tunesischen Search & Rescue-Zone empfangen und hat sich auf die Suche nach dem überfüllten Schlauchboot gemacht. Gegen 19 Uhr hat die Crew das Boot mit über 90 Menschen an Bord gefunden. Zu diesem Zeitpunkt war es bereits dunkel. Wasser war in das Boot gelangt und die Schläuche hatten bereits Luft verloren, sodass das Boot sehr instabil im Wasser lag.
Aufgrund der sehr gefährlichen Lage für die Menschen in dem Schlauchboot entschloss sich die Crew, so viele von ihnen wie möglich an Bord der Trotamar III zu bringen. In den nächsten Stunden wurden etwa 60 Personen aus dem Schlauchboot gerettet. Mehr als 20 Personen befanden sich allerdings weiterhin in dem seeuntauglichen Schlauchboot.

Die Crew hat mehrere Seenotrufe abgesetzt und die zuständigen Behörden aufgefordert, so schnell wie möglich ein größeres Rettungsschiff zu schicken.

In der Nacht ist die Sea Eye 5 auf Anweisung der Behörden der Trotamar III zu Hilfe gekommen. Gegen 4 Uhr morgens ist das Schiff vor Ort eingetroffen und konnte die restlichen 31 Menschen von dem Schlauchboot retten. Nun sind die Trotamar III und die Sea Eye 5 gemeinsam auf dem Weg in Richtung Lampedusa.