Gemeinsames Statement zum Staatsverbrechen von Pylos
Vor eineinhalb Jahren kenterte die Adriana am 14.6.2023 vor Pylos in völlig ruhiger See und sank mit 750 Flüchtenden an Bord und unter Deck. Die wenigen Überlebenden – nur 104 der 750 Menschen wurden gerettet, jedoch nicht von der beim Kentern anwesenden griechischen Küstenwache – berichten, dass die Adriana kenterte, weil sie zu schnell von dem Schiff ΛΣ-920 der Küstenwache geschleppt wurde. Ein zu schnelles Schleppen führt fast zwangsläufig zum Untergang des geschleppten Schiffes.
Die griechischen Behörden waren zwar schnell dabei, neun der Überlebenden anzuklagen und einzukerkern, haben aber bis heute die Ermittlungen gegen die Verantwortlichen in den eigenen Reihen verschleppt – und dies in Kenntnis der erdrückenden Beweislast, die von internationalen Medien über schwerste Verbrechen gegen Menschen und Menschlichkeit auf Seiten der Behörden zusammengetragen wurden.
Wir fordern:
- eine umfassende Untersuchung der Ursachen des „Schiffsunglücks vor Pylos“ und die Anklage der wahren Verantwortlichen,
- die Bereitstellung der dringend benötigten psychologischen Unterstützung und die Garantie internationalen Schutzes aller Überlebenden,
- ein sofortiges Ende der Kriminalisierung von Flucht und Migration und der Verwendung von „Begünstigung“ als Vorwand zur Einkerkerung von Migrierenden und Flüchtenden,
ein sofortiges Ende der zunehmen tödlichen Gewalt an unseren Grenzen.
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