Am frühen Morgen haben wir einen Seenotruf für ein überfülltes Schlauchboot empfangen. Sofort haben wir uns auf die Suche des Bootes gemacht, das etwa 13 Seemeilen von uns entfernt war.
Als wir gegen 7 Uhr auf das Boot trafen, befanden sich die Menschen bereits in einer sehr gefährlichen Lage: Der Motor war ausgefallen und Wasser drang in das Boot. Ohne Rettungsmittel trieben die Menschen auf dem Schlauchboot in den Wellen. Zudem befand sich das Boot in der libyschen Search & Rescue-Zone, sodass Gefahr durch einen Pullback bestand.
Schnell hat die Crew unser Beiboot zu Wasser gelassen. Unser Dinghi-Team hat zuerst Kontakt mit den Menschen aufgenommen und Rettungswesten verteilt. Danach haben wir die Menschen nach und nach an Bord der Trotamar III geholt.
Mit insgesamt 55 Menschen an Bord haben wir nun Kurs Richtung Lampedusa genommen.








