Warum verweigern wir die Kommunikation mit Libyen in der Koordinierung von Seenotfällen?
Weil Libyen kein sicherer Ort für Flüchtende ist!
Seit 2014 herrscht in Libyen ein Bürgerkrieg, der ein rechtsfreies, politisch instabiles Umfeld geschaffen hat. Flüchtende und Migrant*innen sind extremen Gefahren ausgesetzt, darunter Gewalt, Ausbeutung und Tod. Die UN und verschiedene Organisationen sprechen von Verbrechen gegen die Menschlichkeit.
In Libyen finden systematische Menschenrechtsverletzungen statt. Gefängnisse ähneln inoffiziellen Internierungslagern mit Folter, Hunger, Krankheiten und Tod als alltäglicher Realität. Flüchtende werden verkauft, erpresst und zur Arbeit gezwungen. Wer kein Geld an die Milizen zahlt, wird mit dem Tod bedroht oder in der Wüste ausgesetzt.
Die sogenannte libysche Küstenwache arbeitet nachweislich mit Milizen und Schleusern zusammen. Trotzdem erhält sie Millionenförderung von der EU im Rahmen der „Migrationskontrolle“. Zahlreiche Berichte belegen die Verstrickung der EU in Menschenrechtsverletzungen.
Deswegen fordern wir: Keine Kommunikation mit libyschen Behörden zu Seenotfällen!

