Nachdem die Trotamar III zu Anfang der Woche auf Lampedusa angekommen ist, hat die Crew weitere Trainings vor der Südküste der Insel absolviert. Ein Dinghi-Training auf dem offenen Meer ist ungleich herausfordernder als die Trainings, die die Crew bereits im Hafenbecken von Licata durchgeführt hat, wo sie vor Wind und Welle relativ geschützt ist. Deswegen absolvieren wir vor jedem Einsatz auch ein Dinghi-Training auf dem offenen Meer, um die Crewmitglieder mit den Bedingungen vertraut zu machen, die uns draußen auf dem zentralen Mittelmeer erwarten.
Nun ist die Trotamar III auf dem Weg in das Einsatzgebiet. Bei wenig Wind und viel Sonne hält die Crew nach Menschen Ausschau, die sich von der afrikanischen Küste auf den Weg nach Europa machen. Diese Reise ist auch trotz der ruhigen Bedingungen sehr gefährlich, da die flüchtenden Menschen meist keine andere Wahl haben, als in instabilen, seeuntauglichen Booten abzulegen. Das zentrale Mittelmeer ist weiterhin eine der tödlichsten Fluchtrouten der Welt.
Wir wollen Menschen auf ihrem gefährlichen Weg über das Mittelmeer zuhilfe kommen und sie mit Rettungsmitteln, Trinkwasser und Nahrung unterstützen. Wir begleiten sie, bis ein Rettungsschiff eintrifft – im Notfall nehmen wir die Menschen auch selbst an Bord.



