Aktuell befindet sich die Trotamar III zwischen der tunesischen und der maltesischen SAR Zone. Dort begleiten wir seit gestern den Frachter Port Fukuoka, der sich in einer schwierigen Situation nach einer Rettung befindet.
Am Montag hatte das Flugzeug Seabird 2 der Organisation Sea-Watch e.V. und Humanitarian Pilot Initiative ein überfülltes Eisenboot im Mittelmeer gesichtet. Die Besatzung des Frachters rettete die mehr als 90 Menschen von dem sinkenden Boot, alle Personen fielen dabei ins Wasser. Die traurige Bilanz nach der Rettung: Zwei tote Kinder wurden geborgen, eine Person bleibt vermisst.
Seitdem wartet der Frachter auf Anweisungen der Rettungsleitstellen. Die soziale Situation an Bord wird immer angespannter. Zudem sind eine schwangere und zwei hochschwangere Frauen dabei, bei einer ist bereits die Fruchtblase geplatzt. Die Besatzung des Frachters fühlt sich mit der Situation überfordert, bekommt aber keine Unterstützung. Das ist leider nur ein weiteres, unglaubliches Versagen der Behörden – auf Kosten der Menschen, die gerade erst ein Schiffsunglück überlebt haben. Der Frachter muss dringend einen sicheren Hafen zugewiesen bekommen!
Wir haben dem Kapitän des Frachters bereits medizinische Unterstützung angeboten. Bis auf weiteres bleiben wir nun in der Nähe, um die Situation zu beobachten.


